Auf den Spuren Martin Luthers

Impressionen

zum Leben Martin Luthers

BILDMEDITATIONEN AN DEN LUTHERSTÄTTEN

Foto: Schroeter

Ein Beitrag von

Kai-Uwe Schroeter

Pfarrer im Altkreis Warburg

evangelischekircheninfo@gmail.com

IMPRESSIONEN

Impressionen zum Leben

Martin Luthers

Bildmeditationen an den Lutherstätten

Die Theologie Luthers

Die Grundzüge der Theologie Martin Luthers: Luthers Lehre von der Rechtfertigung

BÜCHER

Bücher zu aktuellen Themen von Pfarrer Kai-Uwe Schroeter

Anfang und Ende

 

“Ich kann mir kein seligeres Wissen denken,

als dieses Eine:

dass man ein Beginner werden muss.

Einer,

der das erste Wort schreibt

hinter einen

jahrhundertelangen Gedankenstrich.”

 

Rainer Maria Rilke

Foto: Schroeter

Luthers Geburtshaus in Eisleben, der Stadt des Anfangs und Endes

 

In diesem Fachwerkhaus in Eisleben erblickte Martin Luther am 10. November 1483 das Licht der Welt. Wenige Monate nach der Geburt ihres Sohnes zogen die Eltern weiter nach Mansfeld. Auf seiner letzten Reise 1546 verstarb der Reformator in seiner Geburtsstadt, der Stadt des Anfangs und Endes seines Lebens. Ausgang und Eingang markieren die Grenzen des irdischen Lebens und sind zugleich Brücken zur jenseitigen Welt Gottes. Aus der unsichtbaren Welt empfangen wir Kraft und Segen für unser Wirken.

Die Säulen von Martin Luthers Theologie: Christus, Gnade, Heilige Schrift, Glaube.

 

Das reformatorische Gedankengut kommt in den Säulen der sogenannten "soli" zum Tragen:

solus Christus – allein Christus: das bedeutet die Zentrierung auf die herausragende Bedeutung von Jesus Christus.

sola gratia – allein aus Gnade: Gott sieht den Menschen gnädig an, dem die Sünden vergeben sind.

sola scriptura – allein aufgrund der Schrift: Nur die Bibel als ursprüngliche Quelle hat Bedeutung für die Lehrbildung

sola fide – allein durch den Glauben: Nicht die guten Werke, sondern das Vertrauen (Glauben) zu Gott ist die Basis

Diese vier "soli" sind nicht im auschließlichen Sinn zu verstehen, sondern markieren jeweils die Abwehr einer Position, in der Martin Luther die Botschaft des Evangeliums aus dem Neuen Testament der Bibel nicht wiederfinden konnte, sondern durch die zu seiner Zeit herrschenden Theologie verdunkelt sah. Auch heute sind die die vier Schlagworte "Christus, Gnade, Schrift, Glaube" Schwerpunkte theologischen Denkens.

"Du produzierst dein Leben nicht selbst"

 

"Ich spreche ja immer wieder davon in diesem Buch, dass Luther seine Botschaft auf bestimmte Grundsätze zugespitzt hat. Und ich glaube: Der Grundsatz, der elementare Satz, der für das Jahr 2017 wichtig wird, der im Grunde genommen auf allen Kanälen formuliert werden muss, ist: Du produzierst dein Leben nicht selbst. Als Mensch des 21. Jahrhunderts sind wir gewohnt, einen Weg der permanenten Selbstoptimierung zu gehen. Für die einen ist das vielleicht das Fitnessstudio, für die anderen wird es irgendetwas anderes sein. Wir arbeiten an uns, das ist auch gut und schön, jeder von uns macht das. Aber damit erreichen wir noch nicht die Fülle unseres Lebens, wir erreichen nicht den Sinn unseres Lebens. Und da ist die reformatorische Botschaft, ungeheuer wichtig zu sagen: Das, was Leben ist, das, was den Sinn unseres Lebens ausmacht, das können wir nie selbst produzieren, sondern immer nur geschenkt bekommen."

 

Professor Volker Leppin: Die fremde Reformation

Luthers mystische Wurzeln

 

Profesor Volker Leppin weist in seinem Buch "Die fremde Reformation" auf Luthers mystische Wurzeln. Die Kraft kommt – für Luther selbst vor allen Dingen – aus der deutschsprachigen Mystik des 14. Jahrhunderts. Der wichtigste Autor ist für ihn Johannes Tauler, ein Schüler Meister Eckarts, dessen Predigten Martin Luther in den Jahren 1515/16 etwa gelesen hat, mit Randbemerkungen versehen hat, die wir heute noch nachvollziehen können.

Die wichtigste Spannung zunächst einmal um zu verstehen, was da am 31. Oktober 1517 geschieht, ist die Spannung zwischen den Ansätzen einer sehr veräußerlichten Frömmigkeit und einer sehr stark verinnerlichten Frömmigkeit. Wir verbinden mit der Zeit vor der Reformation vor allen Dingen den Ablass. Man kauft sich das Heil mit möglichst viel Geld, mit möglichst vielen Jahren, die man gewinnen kann. Das ist charakteristisch für die veräußerlichte Frömmigkeit. Aber es gibt im späten Mittelalter auch die Bewegung einer tiefen Frömmigkeit, die sich identifiziert mit dem leidenden Christus.

Professor Volker Leppin: Die fremde Reformation

Auf dem Weg zur Einheit:

Die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre

„Wir bekennen gemeinsam, dass der Mensch im Blick auf sein Heil völlig auf die rettende Gnade Gottes angewiesen ist. Die Freiheit, die er gegenüber den Menschen und den Dingen der Welt besitzt, ist keine Freiheit auf sein Heil hin. Das heißt, als Sünder steht er unter dem Gericht Gottes und ist unfähig, sich von sich aus Gott um Rettung zuzuwenden. Rechtfertigung geschieht allein aus Gnade.“ Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre, 1999.

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